Billard Deutschland
Pool-Billard-Tisch mit positionierter Spielkugel — vorbereiteter Anstoß
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Die populärste Disziplin · 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball, 14.1 endlos

Pool-Billard

Pool-Billard ist weltweit die am weitesten verbreitete Billard-Disziplin. Gespielt wird auf einem 9-Fuß-Tisch mit sechs Taschen und 16 Kugeln (15 Objektkugeln + Spielball). Vier Hauptvarianten dominieren das offizielle Spiel: 8-Ball, 9-Ball, 10-Ball und 14.1 endlos.

© Tima Miroshnichenko (Pexels)

Tisch & Equipment

Spielfeld:
2,54 × 1,27 m (9 Fuß) — auch 8 Fuß (2,24 × 1,12 m) verbreitet im Hobbybereich
Taschen:
6 (4 Ecken, 2 Mitten), ca. 12,7 cm breit
Kugeln:
16 Stück, Ø 57,2 mm (2 ¼ Zoll). 15 Objektkugeln (1–7 voll, 8 schwarz, 9–15 halb) + weißer Spielball
Cue:
ca. 1,45 m, 18–21 Unzen
Tuch:
Wollmischung, mittelschnell (z. B. Simonis 860, Granito Tournament)

Disziplinen

8-Ball

Klassiker. Eine Partei spielt 'Volle' (1–7), die andere 'Halbe' (9–15). Wer seine 7 Kugeln und zuletzt die schwarze 8 versenkt, gewinnt. Einfachste Regelaufbau-Variante, populär in Kneipen und Vereinen.

9-Ball

Schneller Wettkampf-Standard. Die Kugeln 1–9 werden in aufsteigender Reihenfolge angespielt, der erste Spieler der die 9 versenkt gewinnt das Rack. Hohes Pace, viel Safety-Spiel auf Top-Niveau.

10-Ball

Strenger Wettkampf-Standard. Wie 9-Ball, aber mit 10 Kugeln und der Pflicht, jede Kugel UND Tasche anzusagen ('Call-Shot'). Reduziert Glücksanteil.

14.1 endlos (Straight Pool)

Punkte-Disziplin: jede versenkte Kugel zählt einen Punkt, bei 14 versenkten Kugeln wird die 15. als Break-Ball für den nächsten Rack stehen gelassen. Hohe Serien (200+) möglich. Klassisch für Trainings-Disziplin.

Grundregeln

  • Mit dem Spielball (weiß) muss zuerst die niedrigste eigene Kugel angespielt werden.
  • Versenkt man den Spielball (Foul Ball-in-Hand) — der Gegner darf den weißen Ball frei platzieren.
  • Wird beim Anstoß (Break) keine Kugel versenkt oder mindestens 4 Kugeln gegen Banden gespielt: Foul.
  • Bei 8-Ball: zuerst alle eigenen Kugeln, dann die 8. Wer die 8 vorzeitig versenkt, verliert.
  • Bei 9-Ball: 'Push-Out' nach dem Break erlaubt — der ankommende Spieler kann den Ball strategisch positionieren.

Geschichte

Pool entstand im 19. Jahrhundert in den USA als Variante des britischen English Billiards. Die Bezeichnung leitet sich vom Pool-Raum ab — gemeinsam genutzte Räume in denen auch gewettet wurde. Seit 2002 organisiert die WPA (World Pool-Billiard Association) die Weltmeisterschaften. In Deutschland ist die Deutsche Billard-Union (DBU) der Dachverband.

Tipps für Einsteiger

  • Cue-Haltung: hinterer Arm 90° im Stoßmoment, Brücke flach und stabil am Tisch.
  • Mit niedrigem Krafteinsatz starten — Genauigkeit vor Geschwindigkeit.
  • Stoßzentrum trainieren: Stoßen ohne Effet auf die Bandenmitte und sauberen Rücklauf üben.
  • Mit 9-Ball oder Straight Pool starten — klare Reihenfolge erleichtert Lernkurve.

Häufige Fragen

Wie viel kostet eine Stunde Pool spielen?

Vereinsheime sind oft kostenlos für Mitglieder. Pool-Hallen kosten typisch 6–14 € / Stunde / Tisch. In Großstädten teurer, in kleineren Orten günstiger.

Brauche ich einen eigenen Cue?

Zum Reinkommen reicht ein Hauscue. Wer regelmäßig spielt, profitiert von einem eigenen Spielqueue (ab ~70 €) plus einem Breakcue für den Anstoß.

Was ist der Unterschied zwischen Pool und Billard?

'Billard' ist der Oberbegriff für alle Cue-Sport-Disziplinen. Pool, Snooker und Karambol sind drei sehr unterschiedliche Spielarten innerhalb davon.

Pool-Billard spielen — wo?

Im Billard Deutschland-Verzeichnis findest du Spielorte mit Pool-Billard-Tischen in deiner Nähe. Cue-Details findest du im Tisch- und Cue-Vergleich.